Was genau ist Lerncoaching?

LernCoaching ist ein ganzheitliches strategisches Verfahren, das unabhängig vom Alter und Lernvorhaben der Klient*innen funktioniert. Es zielt darauf ab, Menschen in ihren Lernzielen zu unterstützen, ihre Lernkompetenz zu erweitern und die Lernfreude aufrecht zu erhalten.

Einigen Kindern und Jugendlichen gelingt es trotz ihrer Intelligenz einfach nicht, den Anforderungen der Schule und den Erwartungen der Eltern gerecht zu werden. Das kann unterschiedliche Gründe haben, doch eins ist ziemlich sicher: Bemühen ohne Erfolg erzeugt Frust, Selbstzweifel und große Sorgen bei Eltern und bei Kindern.

Die gute Nachricht: Es gibt einen Plan B – ein LernCoaching mit professioneller Begleitung durch eine familienexterne Person, damit das Lernen endlich funktionieren kann.

Wofür ist ein LernCoaching gut?

Jeder Mensch wünscht sich eine glückliche Schulzeit mit Erfolgserlebnissen, und genau hier hilft LernCoaching. Durch LernCoaching werden innewohnende Potenziale geweckt und nutzbar gemacht, damit Schüler*innen die Freude am Lernen behalten oder zurückgewinnen können.

Ein LernCoaching eignet sich, wenn eine Lernblockade in einem der folgenden Bereiche vorliegt:

  • Lesen, Schreiben, Rechnen lernen (Umgang mit Buchstaben, Zahlen, Mengen)

  • Aufmerksamkeit und Konzentration
  • Motivation
  • strukturiertes und organisiertes Lernen
  • Vokabeln lernen
  • Klassenarbeiten und Prüfungen
  • mündliche Mitarbeit, Referate und Schüchternheit
  • Umgang mit Mitschüler*innen und Lehrkräften

Bei einigen Themen ist es sinnvoll, das LernCoaching mit einem PrüfungsCoaching zu kombinieren.

Die Rolle der Eltern in einem LernCoaching

Im Laufe des LernCoachings sind die Kinder, insbesondere in den ersten Schuljahren, auf eine unterstützende Haltung der Eltern angewiesen. In meinem LernCoaching-Ansatz wird dies ganz gezielt berücksichtigt. Mehr Information hierzu ist unter Elterncoaching zu finden.

Neue Lernstrategien erarbeiten im LernCoaching

In einem LernCoaching werden persönliche Lernschwierigkeiten aufgespürt und zielgerichtet aufgelöst. Denn die Motivation steigt von selbst, wenn uns etwas leicht fällt. Und leicht fällt uns etwas, wenn wir wissen, wie es geht. Erst wenn wir eine Anforderung bewältigt haben und sich ein Erfolgserlebnis einstellt, haben wir Spaß und Freude an dem, was wir tun.

Wer mit dem Lernen Mühe hat, nutzt unbewusst meist eine ungünstige Lernstrategie. Ein Beispiel: Kinder, die Probleme mit dem Lesen, Rechtschreiben und Rechnen haben, speichern das Gelernte meist akustisch (auditiv) ab. Ein Wort so zu schreiben, wie wir es hören, gelingt jedoch selten erfolgreich. Auch mathematisches Lernen funktioniert auf dem akustischen Weg nur schwer oder gar nicht.

In einem solchen Fall fokussiert mein LernCoaching darauf, eine andere Lernstrategie zu vermitteln und ihren Gebrauch zu trainieren.

In Beobachtungen hat man herausgefunden, dass sichere Lese-Rechtschreiber*innen, Mathe-Genies und Schnelllerner*innen hauptsächlich den inneren visuellen Wahrnehmungsspeicher nutzen. Sie machen sich Bilder von Worten, Rechenwegen usw. und nutzen innerlich eine graphische Abspeicherung (Wort-Bild-Speicher). Fehler springen ihnen sofort ins Auge und Zahlen sowie Rechenwege sehen sie „irgendwie“ vor sich. Sicher, die meisten von uns sind keine Mathe- oder Rechtschreibgenies. Wir können jedoch alle diese Strategie erlernen. Und besonders leicht fällt dies Kindern.

Neben dieser exzellenten visuellen Lernstrategie, werden im LernCoaching die beiden anderen Hauptsinneskanäle, der akustische und der kinästhetische, ebenso berücksichtigt und trainiert, damit das Gelernte abgespeichert werden und später zur Verfügung stehen kann. Das Stichwort hier lautet „multisensorisches Lernen“.

Hier finden Sie genauere Informationen über die Methoden, die ich in meinen LernCoachings verwende.

Die Schlüssel zum Lernerfolg

Lernen erfolgt bei jedem Menschen anders. Einige brauchen absolute Ruhe, andere lieben Lernen bei Hintergrundmusik, wieder andere können sich Dinge merken, wenn sie sich dabei im Raum bewegen. Doch für alle gilt: Lernen klappt dann besonders gut, wenn Spaß, Neugierde und eine gesunde Herausforderung gegeben sind. Außerdem hilft sehr, wenn die Lernperson einen Sinn in dem erkennen kann, was sie gerade tut. Zusätzlich spielen äußerliche Faktoren wie etwa die Lernumgebung und -organisation eine entscheidende Rolle.

Dieses Puzzle-Bild veranschaulicht auf einen Blick die unterschiedlichen Elemente, die den Lernerfolg ausmachen.

Idee: Iris Komarek, MindSystems Institut München

Idee: Iris Komarek, MindSystems Institut München

Am Anfang eines LernCoachings finden wir gemeinsam heraus, an welchen Puzzleteil(en) es sich anzusetzen lohnt, damit das Kind schnellstmöglich zum Lernerfolg kommt. Hier geht es zum Ablauf LernCoaching

Aus dem Puzzlebild ausgehend ergeben sich die folgenden spezifischen Themen für die LerrnCoachings.

Überblick der Themen von LernCoachings

  • Lernziel-Bestimmung
  • Motivation
  • Lernorganisation
  • hirnfreundliche Lernstrategien
  • Visualisierungstraining
  • Texterfassung
  • Gedächtnis- / Mnemotechniken
  • Ressourcen-Stärkung / Selbstsicherheit
  • mentale Prüfungsvorbereitung
  • Konzentrationstraining
  • Selbstregulation
  • Entspannungsübungen
  • Brainfood (hirngerechte Ernährung)

Lernblockaden können viele Gesichter haben:

  • Das Lesen- und Schreibenlernen fällt schwer oder gelingt kaum.
  • Der Umgang mit Zahlen und Mengen ist eher eine Qual und Lernfortschritte stellen sich nur im Schneckentempo ein.
  • Stillsitzen geht gar nicht, weil der Körper immer zappeln will.
  • Die Aufmerksamkeit des Kindes scheint ein unkontrollierbares Eigenleben zu führen.

Oft wird in solchen Fällen eine Lernstörung diagnostiziert, wie z.B. Teilleistungsstörung, Leserechtschreibschwäche, Legasthenie, Dyslexie, Dyskalkulie, ADS oder ADHS.

Die sich anschließenden Therapien helfen manchmal, jedoch nicht immer. Woran liegt das? Die Ursachen für Lernblockaden liegen manchmal im Verborgenen und zeigen sich kaum. Es ist jedoch wichtig zu differenzieren:

  1. Liegt eine Seh- oder Hörschwäche vor?!
  2. Nutzt das Kind bisher eine ungünstige Strategie beim Lernen?!
  3. Arbeiten Sinnesorgane, Gehirn und Körper als Trio optimal zusammen?!

Wenn keine Seh- oder Hörschwäche als Ursache in Frage kommt, dann kann ein LernCoaching die passende Unterstützung für Ihr Kind sein.

LernCoaching-Ablauf

1. Erstgespräch

In einem Erstgespräch lernen wir uns persönlich kennen. Es geht darum, so genau wie möglich das Problem, die Ziele und den LernCoaching-Rahmen zu fokussieren.

Dauer ca. 30-45 Min.

2. Umfang und Vereinbarung

Erfahrungsgemäß reichen pro Thema 3 bis 5, manchmal bis 10 Termine aus.
Vor Beginn des LernCoaching wird eine schriftliche Vereinbarung unterschrieben.

3. Investition

Das Honorar ist gestaffelt je nach Umfang des Coachings: Erstgespräch und Einzeltermine bis hin zu Coaching-Paketen mit 3, 5 oder 10 Terminen.
Bitte erfragen Sie per E-Mail meine Honorartabelle:
info@schulcoaching-training.de (ACHTUNG: LINK WAR FALSCH GESCHRIEBEN!)
Coachings werden von den Krankenkassen grundsätzlich nicht übernommen oder bezuschusst.

4. LernCoaching und Prüfungscoaching: Termine

Die Termine finden zu Beginn eines LernCoachings in der Regel wöchentlich statt. Später erhöhen sich die Abstände, so dass bis zu 3 Wochen zwischen Terminen liegen können. Genaueres hierzu vereinbaren wir individuell.
Bei einem 60-minütigen Termin arbeite ich in der Regel 45 Minuten mit Ihrem Kind. Die restlichen 15 Minuten verwende ich auf Telefonate/Videokonferenzen mit euch Eltern. Dieses Zeitpensum kann aufgestockt werden.

4a. ElternCoaching / -beratung

Ein Zeitpensum für die Elternbegleitung während des Coachingprozesses von jüngeren Schüler*innen ist in meinen Paketen mit ca. 15 Minuten pro Termin berücksichtigt. Je nach Situation kann es ratsam sein, mehr Zeit in die Elternberatung zu investieren. Genaueres hierzu vereinbaren wir individuell.

Mehr Information hierzu ist unter Elterncoaching zu finden.

In Einzelfällen ist auch ein Gespräch mit der zuständigen Lehrer/in per Telefon oder Videokonferenz möglich.